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  Werkstufe (im Haus Anne Frank)

 

 

 

 

 

 

 
 
Aufgaben und Ziele

1) Der Unterricht in den ausbildungsvorbereitenden Bildungsgängen hat das Ziel, schulpflichtige Jugendliche zu fördern, bei der Berufsorientierung zu unterstützen und sie auf die alsbaldige Aufnahme oder Wiederaufnahme einer schulischen oder außerschulischen Ausbildung berufsbezogen vorzubereiten.
Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss soll der Erwerb der Berufsbildungsreife ermöglicht werden. Bei der Erreichung der Ziele wird auch der Auftrag aus § 3 Absatz 4 des Bremischen Schulgesetzes umgesetzt.

(2) In den ausbildungsvorbereitenden Bildungsgängen nach den §§ 5 bis 17 sollen Schulpflichtige beschult werden, die mindestens zehn Jahre eine allgemeinbildende Schule besucht haben, die keinen anderen Bildungsgang gewählt haben oder in keinen anderen Bildungsgang aufgenommen werden konnten und keine Berufsausbildung beginnen oder ihre Ausbildung abgebrochen haben.

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Unterrichtsgrundsätze

(1) Der Unterricht zielt auf den Erwerb von Kompetenzen zur Aufnahme einer Ausbildung. Ein hoher Anteil an Praktika und praktischer Arbeit dient der Lernmotivation, der Selbsterfahrung und der beruflichen Orientierung.
Der Unterricht dient der Reflexion und Auswertung der praktischen Erfahrungen, entwickelt und festigt berufliche Basiskompetenzen, wie Wissen und Fertigkeiten, sowie personale Kompetenzen, wie Sozialkompetenz und Selbstständigkeit.

(2) Durch handlungs- und projektorientierte Lernformen werden die Lerninhalte von Unterrichtsfächern und fachpraktische Anteile integriert, erarbeitet und aufeinander bezogen.

(3) Der Unterricht bietet differenzierte Lernangebote, um die individuellen Voraus-setzungen zu berücksichtigen und den Lernständen der Schülerinnen und Schülern zu entsprechen. Der Unterricht berücksichtigt im Sinne einer demokratischen Werte-orientierung Grundsätze aus der interkulturellen Bildung, dem Umgang mit geschlechterbezogenen stereotypen Vorstellungen und Grundsätze um diesen entgegenzuwirken.

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Aufgabe und Ziel

(1) Die Werkstufe soll die Schülerinnen und Schüler für den Übergang in das Arbeitsleben vorbereiten. Sie sollen befähigt werden, mit beruflicher Tätigkeit einen Beitrag zur eigenen Existenzsicherung zu leisten.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Kompetenzen erwerben, mit deren Hilfe sie entsprechend ihrer individuellen Mitwirkungsmöglichkeiten ein ihren Fähigkeiten angemessenes selbstbestimmtes Leben führen können.
Handlungs- und Lernbereiche sind Selbstversorgung, Mobilität, Wohnen und Freizeit, Identität und Selbstbild, Leben in der Gesellschaft und Arbeit.

(2) Schülerinnen und Schüler können nach Beratung durch die Schule und mit Genehmigung der Senatorin für Kinder und Bildung in eine Berufsorientierungsklasse wechseln.

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Dauer und Organisation

(1) Der Bildungsgang dauert zwei Jahre.

(2) Der Unterricht in dem Bildungsgang soll durch Werkstatttage ergänzt werden. Darüber hinaus können Praxistage und Praktika absolviert werden.

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Zulassungsvoraussetzungen

(1) In den Bildungsgang werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen,

1. die schulpflichtig sind,
2. die mindestens zehn Jahre eine allgemeinbildende Schule besucht haben und
3. bei denen ein anerkannter sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich Wahrnehmung und Entwicklung fortbesteht.

(2) Aus besonderen Gründen, die in der Person der Schülerin oder des Schülers liegen, kann die Senatorin für Kinder und Bildung eine Schülerin oder einen Schüler unter Berücksichtigung einer Stellungnahme der aufnehmenden Schule abweichend von den Zulassungsvoraussetzungen des Absatzes 1 zulassen.

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Abschluss/Zeugnis

(1) Die Schülerin oder der Schüler erhält ein Allgemeines Zeugnis, das die in den Fächern und Lernbereichen erworbenen alltags- und berufsbezogenen Kompetenzen ausweist.

(2) Form und Inhalt der Zeugnisse legt die Senatorin für Kinder und Bildung fest.

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  Umsetzung am Standort Haus Anne Frank

In der Umsetzung am Standort Haus Anne Frank werden aktuell vier Klassenverbände mit 7-8 Schüler_innen, jeweils begleitet durch zwei sonderpädagogische Lehrkräfte, beschult.
Zur Unterstützung gibt es 2,5 Kinderpfleger_innen Stellen, von denen zurzeit allerdings nur eine besetzt ist. Die Unterrichtszeit ist montags, mittwochs und donnerstags von 08:45 bis 13:55 Uhr mit der Möglichkeit der Teilnahme an einem kostenpflichtigen Mittagessen.
Dienstag findet der Unterricht von 08:45 bis 13:05 Uhr und freitags von 8:45 bis 12:05 Uhr statt. Eine Beförderung mit dem Taxiunternehmen ist bei Bedarf möglich.

In der Unterrichtsorganisation steht die individuelle Förderung, aber auch die soziale Interaktion im Klassenverband und in klassenübergreifendem Unterricht (Sportangebote, Praxistag) im Mittelpunkt.
Inklusive Projekte und Praxiskooperationen mit der Berufsfachschule Pflegeassistenz und der Fachschule Heilerziehungspflege sind integrativer Bestandteil.
Hinzu kommen im 11. Jahrgang Werkstatttage und im 12. Jahrgang Praktika bei der Lebenshilfe, in den Elbe Weser Werkstätten und auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Auskunft erteilt Frau Hogrefe (Bereichsleitung Behindertenpädagogik): karin.hogrefe@magistrat.bremerhaven.de oder

Telefon: 0471/3913692

 

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