2015/16:   
 

Berufsbildende Schulen Sophie Scholl erste Fairtrade-Schule im Lande Bremen!

 
 

Verein Transfair zeichnet die Bremerhavener Schule als Lohn für besonderes Engagement aus.  

Dass Frauen in Textilfabriken unter sicheren und fairen Bedingungen arbeiten, Kakao- und Kaffeebauern nicht ausgebeutet werden und Rosen ohne hochgiftige Pestizide angebaut werden, das sind Ziele von „Sophie Fair“, dem Schulteam der Berufsbildenden Schulen Sophie Scholl. Seit der Gründung des Teams vor knapp zwei Jahren verfolgen die Schüler/innen und anderen Mitglieder des Schulteams gezielt diese Ideen, nun gab es den verdienten Lohn für  ihr Engagement: Als erste Schule im Land Bremen wurde die Berufsschule vom Verein „TransFair“ am 18.05.2016 als „Fairtrade-Schule“ ausgezeichnet.

Einsatz für nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln und Textilien
Sichtlich stolz nahm das Schulteam „Sophie Fair" die Urkunde von Fairtrade-Referentin Jutta Lücke entgegen. Gratulanten waren Michael Frost, Schul-und Kulturdezernent der Stadt Bremerhaven,  Mitglieder der Fairtrade-Towns Steuerungsgruppe, Schulpatin Sülmez Dogan, sowie als Mitglied des Schulausschusses Frau von Twistern und andere Gäste aus Kultur- und Bildungspolitik.

Herr Frost ging in seiner Rede insbesondere auf die Bedeutung nachhaltiger Bildung ein. „Das nennen wir nachhaltige Bildung. Nicht auf Kosten, sondern unter Berücksichtigung der Interessen und Rechte anderer zu leben…. Ihre  (die der Schülerinnen und Schüler) umfassende Auseinandersetzung mit den Bedingungen einer nachhaltigen Entwicklung hilft Ihnen, in diesen Fragen eine bewusste – eben auf wissen basierende – Wahl zu treffen.“

 Benjamin Frerichs als Sprecher des Schulteams SophieFair skizzierte den Werdegang der Arbeitsgruppe und deren zahlreiche Aktivitäten.



„Schon seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit der Frage nach den Arbeitsbedingungen und der Gewinnung von Rohstoffen“, sagte Schulleiterin Ingrid Müller während der Feier zur Auszeichnung. „Das passt zu unserer Schule aufgrund unserer beruflichen Schwerpunkte, aber auch, weil wir es im Bereich Pflege, Hauswirtschaft, Textil ja selbst hierzulande auch häufig mit unzureichenden Arbeitsbedingungen zu tun haben.“ Die Berufsbildenden Schulen Sophie Scholl befassen sich zudem nicht nur während des Unterrichts mit dem Fairen Handel, sondern veranstaltet auch immer wieder unterhaltsame  Events zum Thema, darunter beispielsweise ein faires Frühstück mit über 200 SchülerInnen. Im Unterricht war vorher ausführlich der faire Handel untersucht worden. Der Einkauf in der Hauswirtschaft  hat sich soweit es möglich ist auf faire Produkte verlegt. Zudem hat der Berufsorientierungskurs Textil eine Schülerfirma gegründet, die sich mit den Produktionsbedingungen von Textilien beschäftigt. Zum Weltfrauentag gab es fair gehandelte Rosen.  Das Thema Textilien bildete  den roten Faden bei der Feier zur Auszeichnung als Fairtrade-School – inklusive Modenschau  und Auftritt von fünf „fairen Bananen“ in publikumswirksamen Kostümen.

Damit reihen sich die Aktivitäten der Schule rund um den Fairen Handel in das Engagement der Bürger Bremerhavens zum Thema ein. Die Stadt trägt bereits seit dem 25. September 2014 den Titel Fairtrade-Stadt.

Die Botschafterin des Vereins „TransFair“, Frau Lücke, dankte den Beteiligten für ihre Arbeit und freute sich über die erst Fairtrade Schule im Bundesland Bremen. Bundesweit gibt es mittlerweile 240 Schulen mit dem Fairtrade-Zertifikat.

Im Anschluss an die Veranstaltung servierten SchülerInnen der Hauswirtschaft  faire Snacks und einen fairen Sommercocktail.

Ban (Mai 2016)

Fotos: H. Oenal ("Sophie Fair")